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| | The Originals Schubert€ 6.66 Jeder große Konzertsänger ist wahrscheinlich sein Leben lang besessen von Schuberts größtem Lieder - Zyklus, in welchem die winterliche Reise eines verlassenen Liebhabers geschildert wird, der auf seinen Wanderungen durch den Schnee immer größere Entfremdung erfährt. Dietrich Fischer - Dieskau schien dieses Werk so etwa alle zehn Jahre aufzunehmen, aber diese Aufnahme von 1966 gilt ihm als die liebste, und man versteht, warum. Alles an seiner Darbietung ist gewohnt souverän und intelligent, aber die Stimme besitzt diesmal einen besonderen Glanz. Ist dies schon von großem, sinnlichen Reiz - noch dazu überrascht er alle paar Minuten mit einer atemberaubenden Wendung - so erhellt seine Stimme das gesamte interpretative Konzept mit einer Klarheit, die ein Sänger wohl nur auf der Höhe seiner Schaffenskraft zustandebringen kann. Besonders erfreut seine emotionale Direktheit; spätere Einspielungen waren oft derart verfeinert und durchgearbeitet, daß man das Emotionale (ein unerläßliches Bestandteil des Stücks) mehr in seiner Erinnerung denn im Herzen trug. - David Patrick Stearns
- Unverb. Preisempf. € 10.83
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- 2 Bewertungen: 4.5

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The Originals - Schubert
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| | | | Heilungsarbeit Dietrich Fischer-Dieskau hat ein langes Sängerleben lang diesen Zyklus gesungen. Seine erste Aufnahme war beim SFB . Er als 23jähriger,zusammen mit dem Pianisten Klaus Billing. In den fünfziger Jahren kam dann nach einigen Aufnahmen mit Reutter und Klust die legendäre erste Aufnahme mit Gerald Moore. In dieser Version habe ich vor über vierzig Jahren diesen Zyklus kennengelernt.
1963 starb seine erste Frau Irmgard Poppen. Dies löste bei Fischer-Dieskau eine heftige Krise aus. Jörg Demus brachte ihn wieder auf die Bühne.
Diese Aufnahme könnte quasi eine Dokument der Heilung sein.
Überdies hat Fischer-Dieskau mit Demus nicht so viel aufgenommen, aber was er aufgenommen hat, ist von besonderem Rang, wie zB die hervorragende Dichterliebe, 1958.
Für mich -sicher weger der Erstprägung- bleibt Dietrich Fischer Dieskau immer das Maß, an dem ich eine Interpretation der Winterreise messe.
Ich finde alle seine Interpretationen interessant, bemerkenswert, beeindruckend. Die ganz frühen in der Naivität, die mittleren, zu denen diese mit Demus gehört, er im Vollbesitz der stimmlichen Kräfte, aber gereift, und die späten, nicht mehr im Vollbesitz der Stimmkraft, aber für den Zyklus angemessen "gebrochen".
Schön, dass es dieses Dokument wieder und noch gibt. Die zweite Aufnahme mit Moore,im Rahmen der Gesamtaufnahme Schubert'scher Lieder spricht mich weniger an,als diese.
Die Aufnahme von 1965 ist perfekt in der Stimmführung- wie genau Fischer-Dieskau den Mikrokosmos eines Liedes gestaltet, teilweise von überwältigender Schönheit des dolce-Gesangs ( doch an den Fensterscheiben,Lied 11, niemals besser zu singen) und zugleich von deutlicher Härte ( gleiches Lied, und als die Hähne krähten)
Heute wird der Sänger 83 Jahre alt und kann auf ein reiches Künstlerleben zurückblicken ! Herzlichen Glückwunsch !
| | Klassiker, leicht angestaubt Ein Klassiker des Gesangsrepertoirs. Eine melancholisch-düstere Abschiedsmetapher, der Abschied von der Geliebten und der Heimat sinnbildlich für den Abschied vom eigenen Leben, durchdrungen von Vorahnungen und schließlich endend mit dem Tod. Franz Schubert hat zu diesem Gedichtzyklus am Ende seines Schaffens und auch seines Lebens, auch sinnbildlich für sein eigenes Dasein stehend, die unvergleichliche Musik geschrieben. Die Aufnahme gehört zur Wiederauflage älterer LPs der Deutschen Grammophon auf CD, und das hört man ihr auch an, ein gewisses Hintergrundrauschen ist vernehmbar, aber das gehört vielleicht dazu. Fischer Dieskau singt ausdrucksstark, wenn auch an den gefühlvolleren Stellen möglicherweise etwas weniger Pathos guttäte. Wohltuend und auch essentiell für den postitven Gesamteindruck der Aufnahme ist das ausgezeichnete Spiel von J. Demus, der damit einen erheblichen Beitrag zur Interpretation liefert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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